Macco di fave - Dicke-Bohnen-Suppe

Macco di fave - Dicke-Bohnen-Suppe

17. Februar 2021Antonio Caramazza

Am heutigen Aschermittwoch beginnt, nicht nur auf Sizilien, für viele gläubige Christen bis Ostern die Fastenzeit. An Karneval nehmen die Gläubigen Abschied vom Fleisch, weil sie während dieser Zeit darauf verzichten. So kommt es, dass das Wort “Karneval” vom lateinischen „carne vale“ abstammt, das soviel heißt wie „Fleisch lebe wohl“. Einige Menschen verzichten darüber hinaus auch auf Milchprodukte, Eier und Genussmittel wie etwa Süßes oder Alkohol.
Passend dazu habe ich diese vegane Suppe aus getrockneten dicken Bohnen gekocht - ein uralter Klassiker der sizilianischen Suppenküche. Möglicherweise haben die Sizilianer diese Suppe von den Griechen, denn bereits 450 v. Chr. spricht Aristophanes in seiner Komödie “Die Frösche” von einem Gericht auf der Grundlage von zerkleinerten Bohnen. Viel mehr als “zerkleinerte” Bohnen ist diese Suppe in der Tat nicht. “Macco” leitet sich nämlich vom lateinischen Verb maccare ab, das “zerkleinern” bedeutet. Die dicken Bohnen werden so lange geköchelt, bis sie zerfallen und eine dicke, sämige Suppe entsteht.
Häufig wird der Suppe noch wilder Fenchel hinzugefügt, der hier in Deutschland aber nicht zu finden ist. Daher habe ich die Suppe mit Fenchelsamen gewürzt. Das Fenchelaroma harmoniert sehr gut mit dem nussigen Geschmack der Bohnen. Ein Schuss Olivenöl sorgt für den ultimativen Geschmacks-Booster. Mit altbackenem Brot habe ich paar Croutons gemacht, die es noch etwas krachen lassen.

Buon appetito,
euer Antonio.

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Der sizilianische Koch

Portionen

4

Kategorie

Suppe & Eintopf / Vegan

Für den bestmöglichen sizilianischen Geschmack habe ich euch in der Zutaten-Liste die passenden Produkte aus meinem Shop verlinkt.

Macco di fave - Dicke-Bohnen-Suppe

Zutaten

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    • 500 g getrocknete dicke Bohnen
    • 1 Zwiebel, klein gehackt
    • 1 Möhre, klein gehackt
    • 1 Stange Staudensellerie, klein gehackt
    • 1-2 TL Fenchelsamen
    • Olivenöl
    • Salz & Pfeffer, nach Geschmack

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    • altbackenes Brot, paar Scheiben oder fertige Croutons
    • etwas Grün von der Fenchelknolle, für die Deko

    Zubereitung

    1. Getrocknete Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen (dabei beachten, dass sie währenddessen aufquellen und daher mehr Platz als zu Beginn benötigen).
    2. Am nächsten Tag das Wasser ausschütten und die Bohnen mit frischem Wasser abspülen.
    3. In einem Topf etwas Olivenöl auf mittlerer Hitze erhitzen und darin Zwiebel, Sellerie und Möhre glasig andünsten.
    4. Bohnen hinzufügen, kurz anschwitzen und dann mit Wasser auffüllen (so viel, dass alles gut bedeckt ist).
    5. Alles aufkochen lassen, Fenchelsamen hinzufügen, Deckel auf den Topf auflegen, Hitze reduzieren und etwa 2 Stündchen leise köcheln lassen bis die Bohnen ganz weich sind und zerfallen. Bei Bedarf immer wieder etwas heißes Wasser hinzufügen, so dass die Bohnen immer mit Wasser bedeckt sind. Ab und zu umrühren.
    6. In der Zwischenzeit können die Croutons zubereitet werden: Altbackenes Brot in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anrösten. Dann beiseitestellen.
    7. Sobald die Bohnen zerfallen sind, die Suppe mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und mit einem Mixer oder Pürierstab fein pürieren.
    8. Suppe auf Teller anrichten, mit den Croutons bestreuen und mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl beträufeln. Wer mag, kann sie noch mit etwas Grün von der Fenchelknolle garnieren. Heiß servieren.