Arancini al ragù - Arancini mit Ragù

Arancini al ragù - Arancini mit Ragù

13. Dezember 2020Antonio Caramazza

Die Geschichte der Arancini

Tja, was soll ich eigentlich zu Arancini noch sagen? Dieser sizilianische Streetfood-Klassiker ist ja mittlerweile auch hier in Deutschland bekannt.

Diese herzhaften, frittierten Reisbällchen sind in unendlich vielen Varianten zu haben. Vielleicht kann ich euch ja etwas erzählen, was ihr noch nicht wusstet?
Den Namen haben sie ihrer Form und Farbe zu verdanken. In Italien heißen Orangen nämlich “Arance” und da sie an die Zitrusfrucht erinnern, taufte man sie “Arancini”. Dabei handelt es sich um die Mehrzahl, denn Einzeln heißen sie “Arancino”.
Ich schreibe zwar munter und mutig “Arancini”, aber ob sie Arancino oder Arancina heißen, wird auf Sizilien seit Jahrhunderten heftig diskutiert. Im Westen von Sizilien werden sie jedenfalls Arancina, im Osten Arancino genannt.
Die Sizilianer haben die Reiszubereitung den Sarazenen zu verdanken, die schon während ihrer sizilianischen Herrschaft Reis mit Safran, Gewürzen und Fleisch zubereiteten. Die Arancini aber wurden erst später erfunden. Die Köche von Friedrich II., König von Sizilien, mussten sich ein Gericht einfallen lassen, das der König mit zur Jagd nehmen konnte. Und dank ihrer genialen Idee, den Reis in Kugelform zu füllen und zu frittieren, waren die Arancini geboren. Sie waren nämlich perfekt für unterwegs - ein “Streetfood” im wahrsten Sinne des Wortes.
Und warum mache ich ausgerechnet heute Arancini? Weil insbesondere rund um Palermo am heutigen 13. Dezember, dem Fest der Santa Lucia, Arancini gegessen werden. Zu Ehren der Heiligen wird auf den Verzehr von Mehl-Produkten wie z.B. Brot und Pasta verzichtet.
Außen knusprig, nach Safran duftender Reis und eine schmackhafte Füllung. Ich LIEBE sie und ihr?

Buon appetito,
euer Antonio.

P.S.: Damit die Arancini perfekt gelingen, habe ich euch vor dem Rezept noch ausführliche Informationen aufgeschrieben.

Welche Reissorte benutzt man für Arancini?

Der richtige Reis spielt natürlich als Hauptkomponente eine wesentliche Rolle. Es ist daher extrem wichtig, dass ihr die richtige Reissorte benutzt; es muss ein Rundkornreis sein. Im Idealfall findet ihr in gut sortierten italienischen Supermärkten den sogenannten “Riso per Arancine” (Reis für Arancine). Ja, den gibt es hier und da auch in Deutschland. Alternativ könnt ihr aber auch einen guten Risottoreis nehmen, wie z.B. Carnaroli oder Arborio.

Wie bereitet man den Reis für Arancini vor?

Der Reis darf in keinem Falle vorher gewaschen werden, da er sonst zu viel Stärke verliert. Die Stärke ist aber wichtig, damit der Reis beim Formen der Arancini gut klebt.
Bei der Reiszubereitung gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Einige kochen den Reis lediglich in Brühe, einige machen eine Art Risotto. Andere wiederum kochen den Reis mit der sogenannten “Pilaf-Zubereitung”, bei dem der Reis im Topf solange gekocht wird, bis er die ganze Flüssigkeit aufgesaugt hat.
Ich bereite den Reis am Vortag vor, damit er gut abkühlen und trocknen kann. Dadurch wird er kompakter und vereinfacht das Formen der Arancini.

Welche Füllung kommt in die Arancini?

Mittlerweile gibt es Arancini mit unendlich vielen Füllungen. Hier könnt ihr eurer Fantasie also freien Lauf lassen und nutzen, was euch schmeckt. Wichtig ist dabei nur, dass die Füllung nicht flüssig sondern kompakt ist, denn sonst lassen sich die Arancini nicht gut füllen.

Ich zeuge euch hier die klassische Variante mit Ragù.

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Der sizilianische Koch

Portionen

ca. 20

Für den bestmöglichen sizilianischen Geschmack habe ich euch in der Zutaten-Liste die passenden Produkte aus meinem Shop verlinkt.

Arancini al ragù - Arancini mit Ragù

Zutaten

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    • 1 Kg Reis (für Arancini oder Risottoreis, siehe Ausführungen oben)
    • 2,2 l Gemüsebrühe, ungesalzen
    • 150 g Butter, in kleine Stücke
    • 20 g Salz (falls die Brühe schon gesalzen ist, dann entsprechend weniger Salz benutzen)
    • 0,4 g Safran

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    • 500 g Hackfleisch (halb Schwein, halb Rind)
    • 500 ml Tomaten-Passata
    • 200 g Erbsen
    • 100 ml Weißwein
    • 2 EL Tomatenmark
    • 2 Lorbeerblätter
    • 1 Zwiebeln, gerieben oder ganz klein gehackt
    • 1 Möhre, gerieben oder ganz klein gehackt
    • 1 Stange vom Staudensellerie, gerieben oder ganz klein gehackt
    • Salz und Pfeffer nach Geschmack
    • Olivenöl
    • 150 g - 200 g milder Provolone oder Mozzarella, in kleine Stücke (für die Füllung)

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    • 200 g Paniermehl
    • 150 g Mehl
    • 150 g Wasser
    • 2 Eier

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    • 2 Liter Öl zum Frittieren (idealerweise Erdnussöl)

    Zubereitung

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      1. In einem Topf die Brühe, Salz, Safran und Butter zum Kochen bringen.
      2. Den Reis hinzufügen, umrühren, Deckel auf den Topf drauflegen und bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis der Reis die gesamte Flüssigkeit absorbiert hat.
      3. Den Reis auf einem Teller oder auf einer Platte flach und gleichmäßig verteilen und komplett abkühlen lassen.

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      1. In einem Topf Olivenöl erhitzen und darin Zwiebel, Möhre und Sellerie anschwitzen.
      2. Das Hackfleisch hinzufügen und von allen Seiten scharf anbraten.
      3. Erbsen und Tomatenmark hinzufügen, etwas anbraten und mit Weißwein ablöschen.
      4. Passata, Lorbeerblätter hineingeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
      5. Bei milder Hitze mindestens 1 Stunde köcheln lassen.
      6. Das Ragù muss recht kompakt werden und darf nicht so flüssig sein wie für eine Pasta.
      7. Das Ragù vollständig auskühlen lassen.

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      1. Jeweils eine faustgroße Menge Reis nehmen, in die Handfläche geben und eine Mulde hineindrücken.
      2. In die Mulde etwas Ragù und etwas Provolone hineingeben.
      3. Noch etwas mehr Reis abnehmen und damit das Ragù bedecken.
      4. Den Reis um die Füllung herum zusammendrücken und runde Arancini formen.

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      1. In einer Schüssel Wasser, Mehl und Eier verrühren (sog. Pastella).
      2. In einer zweiten Schüssel Paniermehl bereithalten.
      3. Die Arancini zunächst vorsichtig in der Pastella und dann im Paniermehl wenden.

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      1. Die Arancini in heißem Öl (180 Grad) frittieren bis sie eine appetitlich orangene Farbe haben, ca. 3 Minunten.
      2. Etwas abtropfen lassen und heiss genießen.